Stephanie Schiffer – Rede Stadtrat vom 16. Dezember

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Sehr geehrte Schöffen,

Liebe Kollegen,

Stadtmarketing hat zum Ziel, die positive Wahrnehmung der Stadt Eupen sowohl nach innen als auch nach außen hin zu festigen und zu steigern. Mit dem Rat für Stadtmarketing (RSM) verfügt  die Stadt Eupen über ein Instrument, um die Attraktivität Eupens weiter aus zu bauen.

Die PFF-Fraktion sieht in der Stadtentwicklung und seinem Marketing eine wichtige Chance, die Stadt als Wirtschaftsstandort, Wohn- und Einkaufsort im Sinne der Eupener Bürger weiterzuentwickeln.

Um diese Entwicklung transparent und bürgernah zu gestalten, gibt die PFF-Eupen allen Bürgerinnen und Bürgern zudem regelmäßig die Möglichkeit, an der Diskussion und Gestaltung der eigenen Stadt aktiv mitzuwirken. Ich erlaube mir, in diesem Zusammenhang ein Beispiel zu nennen: am 23. November hat ein Bürgerforum der PFF das Thema „öffentlicher Wohnungsbau“ und die Vergabepolitik behandelt. Gerade im Hinblick auf die Wohnungsknappheit ist es wichtig, dieses Thema  transparent  zu behandeln.

Nun aber zurück zum RSM: Es wurde ein Stadtmarketingkonzept erarbeitet. Darin sind in den fünf Handlungsfeldern Handel, Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Sport bereits Entwicklungsziele und –strategien, sowie mögliche Maßnahmen und Ideen festgehalten worden.
All diese Maßnahmen sollen auf folgende Ziele hinarbeiten: Eupen ist ein attraktiver Wohnstandort mit guten Wohnumfeldbedingungen, mit einer vielfältigen Innenstadt und einem breiten Kultur-, Sport- und Freizeitangebot. Eupen ist auch  ein attraktiver Wirtschaftsstandort in Ostbelgien.

Um diesen Zielsetzungen gerecht zu werden und bereits Erreichtes nachhaltig zu sichern sind vielschichtige Maßnahmen in den Handlungsfeldern notwendig, die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und alle Interessengruppen haben. Sei es das Einkaufen in der Innenstadt, die Anpassung der Verkehrsinfrastruktur, ein noch attraktiveres Wohnumfeld oder das Kultur- und Vereinsleben. Ziel ist es Eupen noch ein bisschen attraktiver zu machen.

Eine coole Werbekampagne bedeutet natürlich nicht, dass Eupen plötzlich zu einer obercoolen Stadt wird. Das würde uns auch niemand abnehmen. Wir sollten also auch bei der Vermarktung unserer Stadt ehrlich bleiben. Vielleicht ist Eupen nicht unbedingt cool, aber es ist lebenswert, kulturvoll und sozial. Es bietet gute Schulen, sowie sichere und interessante Arbeitsplätze. Um das aber auch  in die Welt hinauszutragen, müssen alle Zielgruppen und Stakeholders  endlich an einem Strang ziehen. Es braucht  vor allem endlich mehr Geschlossenheit.

In unseren Augen muss das Ziel des Stadtmarketings, die Erarbeitung von Konzepten, die Entwicklung von Vermarktungsstrategien, das Bemühen um Sponsoring und die Öffentlichkeitsarbeit sein. Die Einbindung der Eupener Geschäftswelt und des Gewerbes ist immer besonders erwünscht.

Die Unternehmen und Betriebe der Stadt können sich im eigenen Interesse verstärkt auch finanziell an der Vermarktung der Stadt beteiligen, um diese überregional bekannter zu machen.

Vor allem die zentrale Lage Eupens schafft Perspektiven und ist ein entscheidender Standtortfaktor mit erheblichem Zukunftspotential für die gesamte Wirtschaft in der Region.

Unserer Meinung nach ist es aber auch wichtig, den Unternehmen Hilfestellungen anbieten zu können, die neue Arbeitsplätze schaffen wollen. Imagekampagnen für Studenten und Auszubildende sind sehr positiv.  Allerdings muss einer Nachfrage auch das entsprechende Angebot folgen. Daher begrüßen wir auch die im Februar 2016 vorgesehene Eröffnung der  Jugendherberge in Eupen.

Nun, wir möchten nochmals auf Folgendes hinweisen: Einerseits ist eine aktive Bürgerbeteiligung, die die Bedürfnisse, Anliegen und alltäglichen Herausforderungen der Bürger ernst nimmt und die Möglichkeit bietet, auf einer breiten Basis die Zukunft des Stadtmarketings aktiv zu gestalten sehr wichtig.

Andererseits ist ein ganz wesentlicher Träger des Stadtmarketingprozesses die Politik, d. h. der Stadtrat der Stadt Eupen. Denn im Stadtrat werden letztlich die wesentlichen Grundlagen, z. B. Investitionsentscheidungen, für die weitere Stadtentwicklung gelegt.

Daher möchten wir an dieser Stelle auf die Bedeutung des Projektkontrollings hinweisen. Für das Projektcontrolling, d. h. die regelmäßige Analyse der Zielerreichung sowie die Koordinierung der Projektplanung, sollte ein Lenkungskreis, bestehend aus Stadtverwaltung, Stadträten und Bürgern / Unternehmen zuständig sein. Bei Bedarf sollte sich der Lenkungskreis externe Unterstützung sichern.

Wir schlagen vor, dass der  Lenkungskreis dem Stadtrat jährlich einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet zu Projektschwerpunkten und notwendigen Ressourcen.

Für die PFF-Fraktion im Eupener Stadtrat, Schiffer Stephanie