Initiative der Wallonischen Region zum Förderung des Zugpferds – KUTSCHEN-PROJEKT DER STADT EUPEN

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Eupener Kandidatur mit Bravour genehmigt

Die Nachricht kam zwar nicht ganz unerwartet, aber die Genugtuung im Rathaus war entsprechend groß: Das Dossier der Stadt Eupen im Rahmen eines Projektaufrufs von Minister René Collin, in der Wallonischen Region zuständig für die Bereiche Landwirtschaft, Natur, Forsten, Tourismus … und Flughäfen(!) für die Förderung der nachhaltigen und innovativen Nutzung der heimischen Zugpferde wurde als eine der besten Bewerbungen genehmigt. Der Jury lagen insgesamt 46 Dossiers vor. Aus der Provinz Lüttich werden neben dem Projekt aus Eupen die Bewerbungen von Aubel-Bleyberg (gemeindeübergreifend); Geer, Hamoir, Hannut, Marchin, Remicourt und Wasseiges-Fernelmont (ebenfalls gemeindeübergreifend) mit Beträgen zwischen 9.000,- und 12.500,- Euro bezuschusst. Immerhin eine halbe Million Euro lässt die Wallonische Region sich diese Initiative kosten.

Eine neue Jugend für unsere Kaltblüter

Ziel der aktuellen Kampagne ist die Fähigkeiten der Ardenner Kaltblutpferde nicht zuletzt im Bereich der sanften Mobilität, des Klimaschutzes und damit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu nutzen. Ganz davon abgesehen, dass diese Pferde zu unserem kulturellen und ländlichen Erbe gehören, können diese Pferde z.B. für den Unterhalt öffentlicher Anlagen, für den Personentransport, für Freistellarbeiten in der Forstwirtschaft und natürlich im Tourismus eingesetzt werden.

Kutschen prägen künftig wieder das Stadtbild 

In Eupen wird ab Frühjahr kommenden Jahres und für die Dauer von vier Monaten ein „Pferde-Shuttle“ eingesetzt. Mittwochs und freitags können vor allem ältere Besucher die Wochenmärkte in der Ober- und der Unterstadt besuchen – selbstverständlich kostenfrei. An einem Tag am Wochenende soll das Fuhrwerk ebenfalls zum Einsatz kommen. Touristen wie Einheimische können z.B. ab der Begegnungszone eine beschauliche Fahrt zum Temsepark, an Flussufer von Weser und Hill und ab 2018 selbstverständlich zum Wetzlarbad unternehmen. Hierfür stehen der Stadt immerhin  10.000,- Euro  zur Verfügung. Das Tourist Info-Büro und selbstverständlich einige lokale Halter dieser bemerkenswerten Pferderasse sind selbstverständlich in dieses Projekt mit eingebunden. Zweifellos sind noch weitere Einsatzmöglichkeiten denkbar. Zum Beispiel naturgerechte pädagogische Animationen, zumal Minister Collin bereits angedeutet hat, dass diese Initiativen nicht auf ein Jahr beschränkt bleiben sollen. Kulturschöffe Philippe Hunger (PFF) kommentierte die frohe Kunde aus Namur wie folgt: „Freuen wir uns auf das Comeback der Ardenner Zugpferde. Verschwunden waren sie aus unserem Blickfeld, aus unserem Bewusstsein glücklicherweise nie. Umso schöner, dass wir diesen Pferden in Eupen schon bald attraktive Nutzungsperspektive bieten können.“