Genehmigung des Geschäftsführungsvertrags 2017-2019 zwischen der Stadt Eupen und dem Rat für Stadtmarketing VoG

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
Sehr geehrte Schöffen,
Liebe Kollegen,

zunächst einmal möchten wir den Mitgliedern des Verkehrsvereins für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement und ihre geleistete Arbeit danken.

Die nun geplante Übernahme der Tätigkeiten des Tourist Info durch den RSM führt in unseren Augen zu einer Kräftebündelung im Bereich Tourismus und ermöglicht somit eine höhere Professionalität. Mit der Schaffung eines neuen Rahmens in struktureller Hinsicht gelingt ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des Tourismus in Eupen. Für den Eupener Tourismus bedeutet dieser Reformschritt schließlich mehr Effizienz in zweierlei Hinsicht. Die Bündelung und verbesserte Abstimmung der Marketingmittel verstärkt die Wirkung nach außen. Nach innen wird dank der geplanten Übernahme eine bessere Nutzung von Synergien und Kompetenzen möglich.

Nun, wir alle wissen, dass diese geplante Übernahme bereits Thema der Stadtratssitzung vom 16. Dezember 2015 war. Damals wurde der für 2016-2019 vorgelegte Geschäftsführungsvertrag auf EIN Jahr begrenzt, um einen neuen Vertrag für die Jahre 2017- 2019 abzuschließen, der zusätzlich diese Übernahme regelt.

Besonders erfreulich ist, dass unsere angebrachten Anregungen in den neuen Vertrag eingeflossen sind und dass wir die entsprechenden Änderungen und Ergänzungen nun vorliegen haben.

Dazu zählt unter anderem das Hinzufügen der Statuten der VoG als Anlage des Geschäftsvertrages. Sowie das Beifügen der Zusammensetzung des Verwaltungsrates der VoG ebenfalls als Anlage dieses Vertrages. Dabei ist die VoG verpflichtet, das Gemeindekollegium über jede Änderung in der Zusammensetzung dieses Verwaltungsrates sowie über jede personelle Änderung zu informieren.

In unseren Augen ist dies unerlässlich, um einen optimalen Informationsfluss zu leisten.
Auch begrüßen wir die Möglichkeit einer Erfolgskontrolle durch mindestens zwei anberaumte Sitzungen pro Jahr. Dieses Instrument schafft eine offene Unternehmenskultur, die es erlaubt Fehler zu machen und die Fehler als eine Chance zum Lernen zu betrachten.

Was den allgemeinen Auftrag der Stadt an die VoG betrifft, so hat diese das Ziel, die Stadt zu einem attraktiven und hochwertigen Wirtschafts-, Tourismus- und Wohnstandort innerhalb der wachsenden, regionalen und internationalen Standortkonkurrenzen weiter zu entwickeln und zu positionieren.

Auch hier begrüßen wir, dass der neu ausgearbeitete Vertrag eine strukturierte Auflistung der Entwicklungsziele für die kommenden Jahre festlegt. Dabei handelt es sich zum einen um die Stärkung des Images der Stadt nach außen und innen, zum anderen um die Steigerung der Attraktivität der Innenstadt und nicht zu vergessen, um den Aufbau neuer Kommunikationswege zur Positionierung der Stadt innerhalb der Region und der Entwicklung neuer Verkaufsstrategien für den Einzelhandel.

Ich möchte es nicht versäumen, erneut darauf aufmerksam zu machen, dass mir die Entwicklung neuer Verkaufsstrategien für den Einzelhandel ganz besonders am Herzen liegt.

Ich denke da ganz besonders an Nischenangebote als gute Strategie für den innerstädtischen Einzelhandel. Hier bietet das Internet in Verbindung mit einer geschickten Informationsstrategie ausgezeichnete Möglichkeiten, sich Märkte neu zu erschließen. Auch im Online-Zeitalter bleibt die persönliche Kundenansprache in meinen Augen ein wichtiger Strategieansatz. Den Kunden herauszuheben aus der Masse, individuell zu behandeln, ist ein zentraler Beitrag zum Erfolg. Der Einsatz einer „Trichter-Strategie“ dient zum Filtern und zum Maßschneidern der Dienstleistung.
Auch denke ich, dass sich der Offline-Handel dem  modernen Multi-Media-Einsatz öffnen muss. Online und Offline sind kein Gegensatz, sondern werden zunehmend ineinander übergehen. Dies erfordert eine intensive Aufklärung über den möglichen Medieneinsatz auf mehreren Informationskanälen, über Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken. Multichannel-Nutzung beinhaltet aber auch, klassische Kanäle wieder zu entdecken und zu bedienen, etwa die Nutzung von Messen und Märkten auf lokaler Ebene.

Als beratendes Mitglied des Bürgerbeirates konnte ich zudem an Diskussionen verschiedener Vorschläge mitarbeiten, die es eventuell heißt in den nächsten Jahren um zu setzen.
Schließlich können wir festhalten, dass eine Stadt dann als attraktiv gilt, wenn sie auch attraktive Geschäfte hat, die die Menschen anziehen und den Menschen dort eine gute Lebensqualität geboten wird.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Für die PFF-Fraktion im Eupener Stadtrat, Stephanie SCHIFFER